AI SEO: neues Buzzword, altes Handwerk

Seit Monaten ist «AI SEO» in aller Munde. Neue Begriffe, neue Agenturen, neue Pakete.
Wir schauen uns an, was wirklich dahinter steckt. Und warum vieles daran weniger neu ist, als es gerade verkauft wird.

Was gerade passiert

Die Art, wie Menschen im Internet suchen, verändert sich. Tools wie Perplexity, der AI Mode von Google oder ChatGPT beantworten Fragen direkt, ohne dass man überhaupt noch auf eine Website klickt. Das ist real, das verändert etwas.

In der Folge ist ein neuer Begriff entstanden: GEO – Generative Engine Optimization. Gemeint ist die Optimierung von Inhalten nicht nur für klassische Suchmaschinen, sondern auch für diese KI-Systeme. Und damit, wie so oft, eine Welle von Artikeln, Beratern und Paketen, die das Neue verkaufen wollen.

Was dahinter steckt, ehrlich bewertet

Wir haben uns das genauer angesehen. Und unser Fazit: Der Grossteil von dem, was gerade als «AI SEO» verkauft wird, ist solides Handwerk, das schon immer gegolten hat. Nur neu verpackt.

Damit KI-Systeme eine Website verstehen, zitieren und empfehlen können, brauchen sie dieselben Signale wie klassische Suchmaschinen: strukturierte Daten nach Schema.org, semantisch sauberes HTML, klare Seitenhierarchien, aussagekräftige Metadaten und Inhalte, die für Menschen geschrieben sind.

Das ist kein neuer Ansatz. Das ist SEO, wie es schon immer hätte gemacht werden sollen.

Was wir in der Praxis öfters sehen: Websites, die über Jahre auf Tricks und Shortcuts aufgebaut wurden, stehen jetzt unter mehr Druck. Für alle, die sauber gearbeitet haben, ändert sich im Kern wenig.

Was tatsächlich neu ist

Es gibt durchaus etwas Konkretes: llms.txt. Eine neue Konvention, ähnlich wie robots.txt, mit der Websites steuern können, wie KI-Crawler auf ihre Inhalte zugreifen dürfen. Das ist sinnvoll und wir integrieren es dort, wo es relevant ist.

Ansonsten geht es vor allem darum, bestehende Inhalte noch klarer und direkter zu formulieren, weil KI-Systeme präzise Antworten bevorzugen, keine Fülltext-Absätze. Aber auch das ist eigentlich keine neue Weisheit.

Und was machen wir?

Strukturierte Daten, sauberes Markup und durchdachte Inhaltsstruktur sind bei uns seit Jahren Standard, nicht weil wir eine Glaskugel hatten, sondern weil es schlicht der richtige Weg ist. Das zahlt sich jetzt aus, ohne dass wir gross umbauen müssen.

Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam, wie sich KI-Suchen weiterentwickeln, welche neuen Signale relevant werden und wo llms.txt wirklich einen Unterschied macht. Das gehört für uns zur laufenden Arbeit.

Kurz gesagt: Wer sich jetzt fragt, ob er sein SEO «für KI upgraden» muss, sollte zuerst prüfen, ob das Fundament stimmt. Meistens liegt genau dort die eigentliche Hausaufgabe, nicht in einer neuen Disziplin.